Facts & Figures
- Fertigstellung
- 02/2026
- Leistungen
- Objektplanung Ingenieurbauwerk LPH 1-6 + 8, Tragwerksplanung Ingenieurbauwerk LPH 1-6, Nachrechnung nach RIL805, Verkehrsplanung Straßensperrung koordiniert mit Gleissperrungen für 7 Überbauten
- Bauherr
- DB InfraGO AG
Projektbeschreibung
Im April 2025 trat die DB InfraGO AG mit einer dringenden Anfrage an uns heran: Sieben Eisenbahnbrücken der Fernbahn, unmittelbar am Kopfbahnhof Hamburg-Altona gelegen, zeigten deutliche Ermüdungserscheinungen. Die historischen Bauwerke, errichtet zwischen 1891 und 1956, hatten das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Ohne Ersatz drohte der Verlust der Betriebserlaubnis – mit erheblichen Folgen für den Bahnverkehr im Hamburger Westen.
Der neue Fernbahnhof am Standort Diebsteich, der perspektivisch als Ersatz für den heutigen Kopfbahnhof Altona vorgesehen ist, befand sich zum Zeitpunkt der Projektplanung noch im Bau. Da die Inbetriebnahme erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann, war der Erhalt der bestehenden Infrastruktur in Altona zwingend erforderlich. Planung, Genehmigung und Bauausführung mussten daher in kurzer Zeit abgeschlossen und prüffähig vorliegen.
Unser Auftrag umfasste die Objektplanung und Tragwerksplanung in den Leistungsphasen 1 bis 6 und 8, die Nachrechnung der Bestandsbrücken nach RIL 805 sowie die Planung der Baudurchführung und der Verkehrssperrungen – unter laufendem Bahnbetrieb.
Unser Brückenbauteam entwickelte in kurzer Zeit eine tragfähige Lösung und präsentierte diese der DB InfraGO AG. In enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber sowie unter aktiver Beteiligung von Politik und Verwaltung wurden die notwendigen Voraussetzungen geschaffen – unter anderem für die komplexe Bauabwicklung unter rollendem Rad. Die Maßnahme erhielt große öffentliche Aufmerksamkeit und wurde in Hamburg zur Chefsache erklärt.
Die Bauausführung begann im zweiten Halbjahr 2025 – unter eng getakteter Logistik, zum Teil im Schichtbetrieb. Eine echte Operation am offenen Herzen. Die Bauleistungen wurden fristgerecht im Dezember 2025 abgeschlossen, der Fernverkehr kann weiterhin über Altona geführt werden.
- Ersatz von sieben Eisenbahnbrücken im innerstädtischen Bestand
- Planung und Umsetzung unter laufendem Bahnbetrieb (Bauen unter rollendem Rad)
- Hoher Zeitdruck durch drohenden Wegfall der Betriebserlaubnis
- Komplexe Abstimmungen mit Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit
- Planung der Baudurchführung und Verkehrssperrungen im städtischen Raum
- Nachrechnung der Bestandsbauwerke gemäß RIL 805
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Bauunternehmen, Genehmigungsbehörden und dem Auftraggeber