Köpfe voller Leidenschaft - Interviews mit Mitarbeitenden: Dorothee Hauptmann

Hallo Frau Hauptmann. Wir freuen uns, dass Sie sich die Zeit für unser Interview nehmen.

Sehr gerne. Ich freu mich auch, dass ich mich hier vorstellen kann. Die Mitarbeiterinterviews sind ein schönes Format, um auch mal Kollegen an anderen Standorten kennenzulernen. Wir sind ein großes Unternehmen, das verteilt in Deutschland sitzt – da ist die Chance einer persönlichen Begegnung nicht so groß.

Apropos „persönlich“: Wir können gerne „Du“ sagen…!

Dann also „Du“! Möchtest Du zum Einstieg ein bisschen von Dir und Deinen Aufgaben bei uns im Unternehmen erzählen?

Ich habe an der Hochschule Bochum Architektur studiert. Vorher schwankte ich zwischen Sport und Architektur, also zwei völlig verschiedenen Dingen. Das, was man mit einem Sportstudium hinterher machen kann, hat mir aber so gar nicht gefallen. Anders bei der Architektur: Die Aussicht, mal an einem Gebäude vorbeizulaufen, von dem ich die erste Skizze auf Papier gezeichnet habe, mir Gedanken zur Aufteilung der Räume gemacht habe oder die Fassade gestaltet habe, fand ich ganz reizvoll. Gott sei Dank, habe ich mich für das Architekturstudium entschieden. Bisher habe ich das auch nie bereut und glaube auch, dass ich es nie bereuen werde!

Meine Inspiration hole ich mir ganz oft auf Reisen. Ich reise viel und unglaublich gerne. Sowohl auf andere Kontinente, z. B. in die USA oder nach Asien, um andere Kulturen kennenzulernen: die Architektur, die Religion, die Kulinarik. Aber auch in die Nachbarländer, wie die Niederlande, reise ich gerne. Gerade in Sachen Architektur ist dieses kleine Land hochspannend. Dort wird vieles anders als in Deutschland umgesetzt, häufig wird sich auch mehr getraut.

Außerdem koche ich gerne – wobei man wohl eher sagen müsste: Ich esse und genieße gerne! Aber da muss man vorher ja kochen. Und seit der Corona-Pandemie wächst bei uns im Garten das selbst angebaute Gemüse.
Es kann sehr spannend sein, was mit einer Pastinake passiert, wenn man sie zu lange wachsen lässt.

Bei ASSMANN bin ich jetzt seit August letzten Jahres – also noch ganz frisch – als Teamleiterin des kleinen Architekturteams in Dortmund. Ein Teil meiner Aufgaben ist es, das Team dahingehend aufzubauen, die Architektur von Anfang an zu gestalten. Durch Wettbewerbe, Konzepte und Machbarkeitsstudien die Entwurfsqualität so aufzubauen, dass wir nicht mehr mit externen Büros zusammenarbeiten müssen.

Es hört sich so an, als wenn Du Dich in jedem Fall für das für Dich richtige Studium entschieden hast. Was bringst Du an Erfahrungen mit, und wie helfen Sie Dir, Deine Aufgabe bei uns zukünftig umzusetzen?

Ja, auf jeden Fall. Es gibt zwar noch den Plan B – das kleine Bistro an der Straßenecke, wo man an einem lauen Sommerabend ein Glas Wein trinkt – aber vorerst bleibe ich wohl bei der Architektur.

Meine Erfahrung: in den letzten 9 Jahren habe ich, als erste Station nach dem Studium, bei Koschany + Zimmer Architekten in Essen gearbeitet und dort sehr schnell gefunden, was mir am meisten Spaß macht: Architektur ist in all ihren Phasen unglaublich vielfältig und bei mir sind es die ersten Leistungsphasen, in denen ich meine Leidenschaft gefunden habe.

Konzeption, Entwurf, das Entwickeln von alternativen Ansätzen und Varianten mit Blick auf Gebäude wie auch städtebauliche Aufgaben.

Wenn der Entwurf dann steht, ist es damit ja noch nicht getan: Er wird dem Bauherrn und oft vor einem politischen Gremium präsentiert. Es gilt also, die Menschen für dein Konzept, deine Architektur zu begeistern, zu erklären, warum du diese Lösung mit Blick auf die Aufgabe für optimal hältst – und damit bist du gleichzeitig auch „Gesicht“ für das eigene Büro. Wir haben das bei KZA immer „der Außenminister“ genannt. So habe ich in meiner Zeit bei KZA gelernt, wie man an diese Aufgaben herangeht, wie man sie erfolgreich umsetzt – und wie man dieses Wissen an ein junges, noch nicht so erfahrenes Team weitergibt.

Diese Erfahrungen und mein daraus gewonnenes Wissen helfen mir jetzt, das Team in Dortmund entsprechend aufzubauen und zu führen. Dabei spielt die Balance von „fordern“ und „fördern“ eine wesentliche Rolle, so entsteht für jeden Raum für Entwicklung. Das ist Teil der Kultur und der Werte, mit denen ich beruflich groß geworden bin, und die möchte ich weitergeben.

Ich habe einen Anspruch ans Team und auch an mich selbst. Dabei gebe ich jedem Einzelnen den Raum und die Zeit, sich dahin zu entwickeln, eigene Stärken zu entdecken. So war's bei mir auch, und das möchte ich hier auch so leben.

Was hat Dich dazu bewogen, in unser Unternehmen zu kommen??

Sagen wir mal so, ASSMANN und ich konnten uns gegenseitig das bieten, was wir jeweils gesucht haben:

ASSMANN hat eine Teamleiterin und Architektin gesucht, die Lust hat, mit dem Team gemeinsam anspruchsvolle Architektur zu machen und es dabei aufzubauen und zu stärken. Ich habe dabei die neue Herausforderung und die Möglichkeit, mein Wissen weiterzugeben und mich als Führungskraft weiterzuentwickeln gesucht.

Und es gibt viel Spielraum, der mir geboten wird und gestaltet werden möchte. Das beginnt bei Wahl der Software, mit der wir zukünftig Wettbewerbe und Studien bearbeiten und geht über die Gestaltung des „neuen Zuhauses“ in der Antonio-Segni-Straße bis hin zu den Aufgaben, die wir bearbeiten möchten. Wir sind ein Start-up innerhalb unseres großen Unternehmens.

Für mich also die gesuchte Herausforderung, Platz für Impulse – und das alles mit Leidenschaft!

Jetzt bist Du seit 5 Monaten im Team in Dortmund: Konntest Du schon etwas bewegen?

5 Monate erst? Es kommt mir manchmal schon viel länger vor, so viel ist in der Zeit passiert. Und ja, das konnte ich, und das freut mich sehr …! Es gibt erste Entwürfe und Studien, Aufträge, die wir im Team bearbeitet haben, der Blick in die nächsten Monate verspricht einiges an Arbeit – und seit neustem haben wir eine Modelbauecke und einen Bürohund!

Was war Dein bisher größtes Projekt? Worauf bist Du stolz?

In meinen ersten zwei Wochen bei KZA habe ich einen kleinen Wettbewerb für ein Bürogebäude auf einem Grundstück am Duisburger Innenhafen gemacht, den wir dann gewonnen haben. Direkt gegenüber vom Landesarchiv von Ortner & Ortner. Also an einer sehr spektakulären Stelle.

Aus dem Projekt wurde leider nichts – jedenfalls nicht direkt. Wenige Jahre später gab es für dasselbe Grundstück vom selben Auslober wieder einen Wettbewerb. Es hatte sich nur der Nutzer geändert: Ein neues Zuhause für eine Agentur für digitale Transformation – eine „Tecki-Bude“, wie der Bauherr sein Unternehmen selbst nannte. Auch diesen Wettbewerb habe ich mit betreut und bearbeitet, und wir konnten wieder mit unserem Konzept und Entwurf überzeugen.

Diesmal wurde auch gebaut – und es ist ziemlich cool geworden.

Was ist für Dich das Besondere an der Architektur? Warum diese Leidenschaft?

Es sind viele Aspekte, die mich an der Architektur begeistern. Neben der beschriebenen Vielfalt, die mein Beruf bietet, ist es das Gestalten und Kreieren unserer Umwelt und der Räume, in denen wir arbeiten und leben, uns bewegen und erholen. Gebaute Umwelt spielt eine wesentliche Rolle für die Lebensqualität von uns Menschen. Stadt- und Landschaftsräume, Raumgefüge, Materialität: Das alles spricht permanent all unsere Sinne an und hat Einfluss auf das unser Wohlbefinden.

Einen Teil davon gestalten zu können, nach Lösungen zu suchen, die Lebensqualität erzeugen, fast immer individuell und maßgeschneidert – was für eine tolle Aufgabe und zugleich große Verantwortung! Und das Spannende daran: Man findet immer verschiedene Lösungen und Ansätze. Schau dir die vielen, unterschiedlichen Beiträge unserer Kollegen bei Wettbewerben an. Oder bei uns im Team, wenn es darum geht, erste Ansätze für einen Entwurf zu entwickeln. Zu Beginn wird jede Idee diskutiert und überlegt, welches Konzept wir für das Optimale halten – manchmal sind es mehrere, dann müssen wir uns entscheiden – oft gar nicht so einfach.

Und? Könnt ihr noch mehr Ideengeber gebrauchen?

Immer!

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