Energiewende versus Baukosten – was ist noch verhältnismäßig?

18.Mai2016

Die Ingenieurgesellschaft ASSMANN BERATEN + PLANEN präsentierte in der Hauptstadt erstmals ihre Produktlösungen aus dem Bereich SMART ENERGY im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Berlin Capital Club. Das erste Product-Roll-Out auf dem Energiemarkt erfolgte bereits im Februar auf der E-world in Essen.

Teilnehmer der Diskussion waren Stephan Wachtel (Geschäftsführender Gesellschafter der ASSMANN BERATEN + PLANEN GmbH), Carsten Müller (Bundestagsabgeordneter im Ausschuss „Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit“, Vorsitzender des Parlamentskreises „Energieeffizienz“) und Dr. Bertrand Malmendier (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht mit Schwerpunkt Energiewirtschaftsrecht).

Carsten Müller erläuterte zunächst die gesetzlichen Neuregelungen der Bundesrepublik Deutschland, die den CO2 Ausstoß verringern und die Energiewende vorantreiben sollen. So gelte seit dem 1. Mai 2014 für Gebäude in Deutschland die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014), die seit Anfang diesen Jahres zusätzlich durch die sogenannte "EnEV ab 2016" in ihren Anforderungen verschärft wurde. Dabei stellte Müller fest: „Die Energieeffizienz hätte schon sehr viel früher einen höheren Stellenwert im politischen Handeln einnehmen müssen. Schließlich ist der wirksamste Klimaschutz, die vorhandene Energie intelligenter zu nutzen und der Energieverschwendung Einhalt zu gebieten. Auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 vermisse ich allerdings eine ganz wesentliche und wichtige Maßnahme: Die steuerliche Förderung von energetischen Maßnahmen.“

Dr. Malmendier reflektierte die aktuelle Situation aus seiner Erfahrung mit Klienten heraus aus einer anderen Sichtweise: „Sowohl für Bauherren als auch Immobilienbestandshalter resultieren aus den bestehenden und kommenden Energieeinsparverordnungen erhebliche Investitionen. Gleichzeitig werden die Spielräume für Kaltmietenerhöhungen begrenzt und die Refinanzierung der Investitionen so zusätzlich erschwert. Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) und der Zentrale Immobilienausschuss (ZIA) gehen außerdem davon aus, dass die wirtschaftliche Vernunft bei den Vorgaben an Dämmung und erneuerbaren Energien inzwischen aus dem Blick geraten ist. Eine steuerliche Förderung ist sicherlich sinnvoll. Viel wichtiger wäre aber eine Überprüfung der Sinnhaftigkeit dieser Verordnung, am besten zusammen mit Unternehmen aus der Branche.“

Dass es durchaus alternative Lösungswege gibt, zeigte Stephan Wachtel auf. Vorgestellt wurde eine Praxismodel von ASSMANN bzw. der 100%igen Tochter NEK ENERGY, mit dem Betriebskosten dauerhaft gesenkt und Spielräume für Kaltmietenerhöhungen geschaffen werden können – bei nur geringer Investitionssumme.

ASSMANN blickt zum Thema Energiewende auf Planungserfahrungen seit Anfang der 80er Jahre zurück und bietet zielgruppengerechte Produkte für den gesamten Immobilienmarkt an. Denn betraf die Notwendigkeit der energetischen Sanierung bisher vor allem Wohngebäude, geraten nun auch zunehmend Bestandshalter von Gewerbeimmobilien in die Pflicht.

Insgesamt konnte die Veranstaltung eine solide Informationsgrundlage für die zahlreichen Zuhörer aus der Immobilienwirtschaft schaffen.